Infrastructure
Aus AiboLexikon
Die Betriebsart Infrastructure ist ganz sicher die typische Art, wie WLAN in einem Haushalt anzutreffen ist. Normalerweise sind einige wenige Computer vorhanden, die über einen Router, der gleichzeitig als Access Point für das lokale Netzwerk dient, ins Internet gehen.
Vermutlich hat Sony mit seiner WLAN Implementierung für AIBO auf so eine "Infrastructure" WLAN-Umgebung gesetzt. Im Gegensatz zu der Ad-Hoc Alternative ist es hier relativ unkompliziert, den AIBO ins WLAN einzubinden.
Folgend eine WLANCONF.TXT Datei, die erfolgreich mit ERS 2x0 und ERS 7 Aibos in diesem Modus getestet worden ist:
ETHER_IP=192.168.1.210 ETHER_NETMASK=255.255.255.0 IP_GATEWAY=192.168.1.1 ESSID=AIBONET WEPENABLE=1 WEPKEY=kiXe9 APMODE=1
Eventuell enthält eine vorhandene WLANCONF.TXT zusätzliche Zeilen, die mit dem Zeichen # beginnen. Dabei handelt es sich um Kommentarzeilen, die für die Funktion NICHT von Bedeutung sind. Es kann allerdings nützlich sein, diese Zeilen beizubehalten, da man durch einfaches Löschen oder Hinzufügen des Kommentarzeichens einfach an der Konfiguration herumbasteln kann, ohne alles neu schreiben zu müssen.
Hier die Erklärung der Befehle in der oben widergegebenen Konfigurationsdatei:
ETHER_IP ist die feste IP-Adresse, die im Heimnetzwerk dem Aibo zugewiesen werden soll. Die ersten drei Nummern dieser Adresse müssen identisch zu allen anderen Computern gesetzt werden. Die vierte Nummer identifiziert Aibo als Teilnehmer, hier muss eine Nummer zwischen 1 und 254 gewählt werden, die kein anderer Teilnehmer als statische Adresse zugeordnet bekommen hat! Die Vergabe einer festen IP-Adresse macht in Zusammenhang mit Verwendung entsprechender PC-Software für Aibo Sinn, da man diese IP-Adresse dann dort nur einmal vorzugeben braucht.
ETHER_NETMASK wird normalerweise immer 255.255.255.0 sein. Damit wird ein sogenanntes Netzwerk der Klasse C beschrieben, das ist ein "kleines" Netzwerk mit maximal 254 Teilnehmern.
IP_GATEWAY bezeichnet die IP Adresse des Routers. Hier muß man in der Dokumentation nachschauen, da es herstellerspezifisch eventuell Unterschiede gibt.
ESSID ist der Name des Funknetzes. Dieser muß genauso eingetragen werden wie in allen anderen Computern und im Router; dort wird er eventuell auch SSID genannt. Groß- bzw. Kleinschreibung muss beachtet werden.
WEPENABLE=1 bewirkt im obigen Fall die Aktivierung der Datenverschlüsselung per WEP (Wired Equivalent Privacy). WEP ist zwar keine absolut sichere Art, ein WLAN zu schützen, aber allemal ausreichend, um Gelegenheits"mit"surfer aus dem Haus nebenan abzuhalten.
WEPKEY ist dann der Schlüssel, dieser muß genau 5 oder genau 13 alphanumerische Zeichen (geht nur beim ERS-7) lang sein. Auch hier muß der verwendete Schlüssel genau demjenigen entsprechen, der in den anderen Computern bzw. im Router verwendet wird.
APMODE=1 ist im obigen Beispiel die Betriebsart "Infrastructure", d.h. ein Netz mit einem Router oder Accesspoint.

